Herbstwetter in Deutschland Es wird nass und stürmisch
Stand: 23.10.2026 • 10:33 Uhr
Gleich zwei Sturmtiefs ziehen auf Deutschland zu und bringen am Wochenende in weiten Teilen des Landes Sturmböen und viel Regen mit sich. Der Deutsche Wetterdienst hat für viele Regionen Warnungen herausgegeben.
Pünktlich zur Umstellung auf die Winterzeit ziehen auf weite Teile Deutschlands die ersten schwereren Herbststürme zu. Für viele Regionen im Nordwesten gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Warnung heraus. Bis zum Abend soll demnach ein Süd- und Südwestwind zunehmend an Kraft gewinnen und stürmische Böen und oder gar Sturmböen mit sich bringen. Begleitet wird das vom Ärmelkanal heranziehende Sturmtief von Regen und teilweise Gewittern. In der Nacht zu Sonntag zieht laut DWD ein zweites Sturmtief heran.
Laut Warnlagebericht des DWD muss sich als Erstes der Westen und Südwesten auf stürmische Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 75 Stundenkilometern einstellen. Über Berglagen können Sturmböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometern pro Stunde hinwegziehen.
In Nordrhein-Westfalen soll sich der Herbstwind am späteren Nachmittag zu Sturmböen steigern, wie der WDR berichtet. Es sei ratsam, während des Sturmtiefs Türen und Fenster geschlossen zu halten und Wälder sowie Parks wegen der Gefahr durch herabstürzende Äste zu meiden. Zudem sollten Gegenstände wie Gartenmöbel, Blumentöpfe, Fahrräder und Mülltonnen sicher untergestellt oder befestigt werden.
Auf "Luise" folgt "Manja"
Am Abend rollt das Sturmtief "Luise" weiter in Richtung Niedersachsen, wie der NDR berichtet. In der Nacht werden dann auch in großen Teilen von Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein Wind- und stürmische Böen erwartet. Auch der DWD warnt vor stürmischen Böen an der Nordsee, die sich über dem Meer zu schweren Sturmböen ausweiten können.
Und es bleibt das gesamte Wochenende stürmisch im Norden. Laut NDR sollen in der Nacht zu Sonntag die Ausläufer des Sturmtiefs "Manja" Norddeutschland erreichen. An der Nordseeküste werde das "Windmaximum" in der Nacht zu Montag erwartet - mit schweren Sturmböen und in exponierten Lagen teils orkanartigen Böen. Gleichzeitig seien auch an der mecklenburgischen Ostseeküste in einzelnen Abschnitten schwere Sturmböen nicht ausgeschlossen.
Wegen der erwarteten Herbststürme haben einige Reedereien bereits Einschränkungen und Ausfälle in ihrem Betrieb angekündigt. Betroffen sind etwa Verbindungen nach Helgoland.
Orkanstärke auf dem Brocken
In der Nacht erreichen die stürmischen Winde den Westen Deutschlands, dann muss laut Unwetterwarnung auch vom Rheinland bis ins Emsland mit schweren Sturmböen gerechnet werden. Auch Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen müssen sich am Wochenende auf stürmische Zeiten einstellen. Für den Brocken gilt ebenfalls eine Sturmwarnung. In der Nacht zum Sonntag soll der Wind hier Orkanstärke mit Spitzenwerten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde erreichen.
Auch in Teilen Bayerns sind stürmische und in der Nacht zu Samstag starke bis stürmische Böen zu erwarten. Angaben des DWD zufolge könnte es in den Alpen oberhalb von 1.200 bis 1.500 Metern auch einige Zentimeter Neuschnee geben. In Staulagen einiger westlicher Mittelgebirge ist dagegen mit Dauerregen mit Mengen zwischen 30 und 40 Litern pro Quadratmeter zu rechnen.
