Stand: 13.10.2026 • 13:06 Uhr
Ab diesem Mittwoch lassen sich Tickets für den neuen Bahn-Fahrplan buchen. Zum Wechsel im Dezember fährt ein neuer ICE-Sprinter zwischen Hamburg und München. Baustellen werden weiter für längere Fahrzeiten sorgen.
Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember bietet die Deutsche Bahn eine neue ICE-Sprinter-Linie zwischen Hamburg und München an. Die Züge sollen dreimal täglich in beide Richtungen rollen und nur in Hannover und Nürnberg halten, wie der bundeseigene Konzern mitteilte.
Die planmäßige Fahrzeit reduziere sich so um 20 Minuten auf fünf Stunden und 20 Minuten. Der neue Fahrplan gilt ab dem 13. Dezember, Fahrten ab diesem Tag können ab Mittwoch gebucht werden.
Auf der Strecke Berlin-Stuttgart wird der Sprinter-Verkehr zudem ausgeweitet: Die schnelle Verbindung verkehrt künftig dreimal statt einmal täglich je Richtung. Die Fahrt dauert planmäßig vier Stunden und 45 Minuten und ist somit etwa eine Stunde kürzer als die ICE-Verbindung mit Halt in Frankfurt.
Neue Verbindungen - auch ins Ausland
Darüber hinaus wirbt die Bahn mit mehr Fahrten zwischen Berlin und Hamburg, einer wieder eingeführten Direktverbindung zwischen Berlin und Jena, einer neuen Direktfahrt von Saarbrücken nach Hamburg oder einer Verbindung von Ostwestfalen nach München.
Auch ihre Verbindungen ins europäische Ausland baut die Bahn laut Ankündigung weiter aus. Künftig seien täglich mehr als 320 internationale Fahrten im Angebot - etwa nach Frankreich, Italien oder Österreich. Das seien 20 mehr als bislang und 20 Prozent mehr als noch 2019, wie der Konzern mitteilte.
Baustellen verlängern Fahrzeiten
In der Fläche bleibe der Fahrplan "insgesamt stabil". Einige Verbindungen könnten dagegen vor allem baustellenbedingt nicht angeboten werden. Das Baustellenaufkommen im Streckennetz der DB bleibt hoch.
Umfassend saniert werden die Strecken Hannover-Berlin, Hanau-Fulda und Rosenheim-Freilassing/Salzburg. "Der Fahrplan ist darauf ausgelegt, der Fernverkehr fährt weiter", erklärte die Bahn. Planmäßig verlängern sich die Fahrten jedoch teils deutlich, zwischen Hannover und Berlin etwa um rund 80 Minuten.
Keine Preiserhöhung
Üblicherweise kündigt die Deutsche Bahn im Herbst auch Preisanpassungen an. Bahn-Chefin Evelyn Palla hatte jedoch bereits im Frühjahr angekündigt, dass Fahrgäste bis Mai 2027 von Preiserhöhungen im Fernverkehr verschont bleiben. "In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug", sagte Fernverkehrsvorstand Michael Peterson.
