Bundesvorsitzende Wegge SPD-Frauen werfen Union Sexismus vor
Stand: 18.10.2026 • 05:38 Uhr
Die Vorsitzende der SPD-Frauen, Wegge, wirft dem Koalitionspartner Sexismus vor. Hintergrund ist der Streit rund um den Rücktritt von Bärbel Bas. SPD und Union hatten sich danach mit gegenseitigen Vorwürfen überzogen.
Nach den verbalen Attacken von CDU-Politikern gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig werfen die SPD-Frauen der Union Sexismus vor. "Die Union hat Angst vor starken SPD-Frauen wie Manuela Schwesig", sagte die Bundesvorsitzende der SPD-Frauen, Carmen Wegge, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).
Das Muster sei alt, sagte Wegge weiter. Wenn Frauen Macht hätten, würden sie nicht politisch gestellt, sondern persönlich angegriffen. "Ihr wird die Kompetenz abgesprochen, ihr Ton kritisiert, ihre Glaubwürdigkeit untergraben." Bei Männern heiße das Führungsstärke, bei Frauen sei es plötzlich ein Problem. Das sei kein Ausrutscher, sondern Sexismus mit System, so Wegge.
Gegenseitige Vorwürfe
Schwesig hatte der Union ein "unmenschliches" Verhalten gegenüber der dann zurückgetretenen Arbeitsministerin Bärbel Bas vorgeworfen. CDU-Politiker hatten Schwesig daraufhin mit scharfen Worten attackiert. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wies die Kritik am Umgang der Union mit Bas zurück.
