Dramatik nach 3:0-Führung Elversberger Happy End im Spektakel gegen Augsburg
Stand: 17.10.2026 • 17:45 Uhr
Dieses Spiel hatte alles, was sich (neutrale) Fußballfans wünschen: Viele Tore, strittige Entscheidungen, zwei stürmende Teams - doch am Ende jubelte die SV Elversberg über einen 4:3 (3:1)-Sieg und nicht der FC Augsburg.
In einer dramatischen Partie, in der es unter anderem vier Elfmeter gab, trafen für die Gastgeber Lukas Petkov (4. Minute), Lasse Günther (7.), Maximilian Rohr (28.) und Frederik Schmahl (89.). Augsburg kämpfte sich nach einem 0:3-Rückstand heran, die Tore von Fabian Rieder (45.+4), Michael Gregoritsch (76.) und Mert Kömür (90.) reichten aber nicht mehr für einen Punktgewinn.
Zweimal in Folge war die "Elv" in den Auswärtsspielen bei Schalke 04 (0:0) und Union Berlin (1:0) ohne Tor geblieben - und was sie da verpasst hatten, holte sie gegen Augsburg in der ersten Halbzeit nach. Denn nach der schien die Partie entschieden, obwohl es nach einer kuriosen VAR-Überprüfung doch noch etwas spannender hätte werden können.
Elversberg dreht in ersten 30 Minuten auf
Zum ersten Mal stand das Schiedsrichterteam nach einer Flanke von Günther im Fokus, als Chrislain Matsima mit der Hand an den Ball kam und es folgerichtig den ersten Elfmeter der Partie gab. Den verschoss Petkov, weil Dahmen aber nur mit den Füßen an das Spielgerät kam und es nicht kontrollieren konnte, bekam der Elversberger eine zweite Chance und verwandelte den Nachschuss zur frühen Führung (4.).
Augsburg wollte mit einem Eckball zurückschlagen, doch es kam anders. Elversberg konterte blitzschnell, nur Sekunden später spielte Maurice Krattenmacher quer auf Günther, der zum 2:0 versenkte (7.). Ein Traumstart für den Aufsteiger aus dem Saarland - der mit etwas Verzögerung noch traumhafter wurde. Denn in der 28. Minute erhöhte Rohr per Kopf nach einer Ecke sogar auf 3:0 (28.).
Exner korrigiert sich verspätet und gibt Elfmeter
Mit diesem Ergebnis ging es aber nicht in die Pause. Rohr blockte einen Schuss von Marius Wolf mit der Hand, es gab Elfmeter, doch die Umstände waren sehr kurios. Zunächst bestätigte der Videoschiedsrichter die Entscheidung von Florian Exner, doch bevor es weiterging, bekam der Referee den Hinweis, sich die Szene selbst anzusehen - und dann erst korrigierte er seine Einschätzung. Fabian Rieder nutzte die Chance und hauchte den Augsburgern wieder etwas Hoffnung ein (45.+4).
David Mokwa hätte die beinahe wieder zunichte gemacht, doch der Elversberger Stürmer vergab die Großchance aus kurzer Distanz, um den Drei-Tore-Abstand wiederherzustellen (54.). Kurz danach verpasste allerdings auch Michael Gregoritsch die Möglichkeit, für den Augsburger Anschluss zu sorgen, als er den Ball vor dem gegnerischen Tor nicht voll traf (65.), zuvor war Arijon Ibrahimovic aus kurzer Distanz an Nicolas Kristof gescheitert (57.).
Gregoritsch verwandelt den nächsten Strafstoß
Gregoritsch bekam aber noch eine weitaus bessere Chance. Bei einem Kopfballversuch wurde Hennes Behrens von Lukas Pinckert am Kopf getroffen und Exner zeigte zum dritten Mal auf den Punkt - und von dort blieb Gregorisch cool (76.). Augsburg war wieder dran und hatte noch genügend Zeit, um aus einem 0:3 mindestens ein 3:3 zu machen.
Kurz dachte Raif Adam daran, für Erleichterung bei Elversberg zu sorgen, sein Treffer zum vermeintlichen 4:2 wurde aber nachträglich wegen einer Abseitsposition aberkannt. Und dann wurde es richtig dramatisch: Nach einer Flanke gab es wieder Strafstoß für Augsburg, weil Pinckert den Ball mit dem Arm gespielt haben sollte - doch der Abwehrspieler berührte ihn gar nicht, stattdessen war Gregoritsch mit der Hand dran und es gab den Elfmeter nicht (86.).
Großes Drama in den letzten Minuten
Elversberg atmete durch und jubelte erneut ausgelassen, weil kurz darauf die Partie wirklich entschieden schien. Frederik Schmahl sorgte in der 89. Minute nach starker Vorarbeit von Petkov für die Erlösung - so dachten es die Gastgeber zumindest. Denn Mert Kömür sorgte praktisch im Gegenzug wieder für Hochspannung, als er den Ball flach ins lange Eck zum 4:3 jagte (90.).
Für mehr reichte es aus Augsburger Sicht jedoch nicht - doch es gab noch einen Schlusspunkt. Exner zeigte wiederholt auf den Punkt, als Elversbergs Futkeu zu Fall kam. Der Ex-Fürther trat selbst an und jagte den Ball an die Latte (90.+8). Das rächte sich aber nicht mehr, kurz danach war wirklich Schluss. Elversberg gewann wieder nach drei sieglosen Spielen und will am Samstag bei RB Leipzig (15.30 Uhr) nachlegen. Augsburg trifft zeitgleich auf Union Berlin.
