Paukenschlag bei der Eintracht Sportvorstand Markus Krösche in Frankfurt freigestellt
Stand: 18.10.2026 • 18:48 Uhr
Die Zeit von Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt ist vorbei, der Sportvorstand verlässt die Hessen auf eigenen Wunsch. Die Macht von Axel Hellmann wird gleichzeitig noch größer.
Sportvorstand Markus Krösche und Eintracht Frankfurt gehen ab sofort getrennte Wege. Wie der hessische Bundesligist am Sonntagabend bekanntgab, wurde der Vertrag des Managers auf dessen Wunsch hin mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Nach knapp fünfeinhalb Jahren verlässt der 46-Jährige die Eintracht.
Laut einer Mitteilung der Eintracht waren dem Entschluss zuvor in den vergangenen Wochen "gute, offene und vertrauensvolle Gespräche" zwischen Krösche und dem Eintracht-Aufsichtsratsvorsitzenden Mathias Beck vorangegangen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Wunsch an diesem Sonntag schließlich zu.
In einer weiteren Mitteilung teilte die Eintracht mit, dass Axel Hellmann vom Vorstandssprecher zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigt. Nach der Freistellung von Krösche übernimmt Hellmann zudem vorübergehend die Aufgaben des Sportvorstands. Wer Nachfolger von Krösche wird, ist derzeit noch offen.
Krösche seit 2021 in Frankfurt
"Die vergangenen Jahre bei Eintracht Frankfurt waren für mich eine außergewöhnliche, intensive und unvergessliche Zeit", wird Krösche zitiert: "In den vergangenen Monaten habe ich mich intensiv mit meiner persönlichen Situation und meiner beruflichen Zukunft beschäftigt. Nach über fünf sehr erfolgreichen, aber auch sehr fordernden Jahren bei diesem großartigen Klub, habe ich seit einiger Zeit das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte."
Krösche hatte sein Amt bei den Frankfurtern im Sommer 2021 angetreten. "Markus Krösche hat Eintracht Frankfurt in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt und einen großen Anteil an der erfolgreichen sportlichen Entwicklung unseres Klubs", betonte Beck. Während seiner Amtszeit gewannen die Hessen die Europa League 2022.
Der Manager verkaufte dazu unter anderem Omar Marmoush für 75 Millionen Euro an Manchester City, Hugo Ekitiké für knapp 100 Millionen Euro an den FC Liverpool und Randal Kolo Muani für mehr als 90 Millionen Euro an Paris Saint-Germain. Das Angreifertrio war für einen Bruchteil des Geldes zur SGE gewechselt.
Vermehrte Kritik in den vergangenen Monaten
Nach vielen erfolgreichen Jahren wurde die Kritik am Sportvorstand in den vergangenen Monaten aber immer lauter. Vor allem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera galt als großer Fehler. Auch wurde ihm das schwache Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders in der vergangenen Saison vorgeworfen. Der zähe Transfersommer sorgte ebenso für Unruhe wie ein Immobilienkauf in Kroatien.
Noch im Juni war Krösche mit der AC Mailand in Verbindung gebracht worden - der Wechsel kam damals nicht zustande. Nun geht der 46-Jährige, ohne direkt zu einem neuen Club zu wechseln.
