Delegationen beraten in Genf UN suchen nach Frieden für den Sudan
Stand: 21.10.2026 • 11:54 Uhr
Seit mehr als dreieinhalb Jahren tobt im Sudan ein Krieg. Die UN bemühen sich auf einer Konferenz in Genf, eine politische Lösung für den Konflikt zu finden. Unterdessen hält die Gewalt im Land unvermindert an.
Die Vereinten Nationen wollen ihre Friedensbemühungen für den Sudan heute bei einem Treffen in Genf vorantreiben. "Der Krieg muss enden", sagte der persönliche Gesandte des UN-Generalsekretärs für den Sudan, Pekka Haavisto, zum Auftakt. Er warb dafür, "praktische Wege nach vorn" zu finden.
Vertreten sind bei dem Treffen unter anderem die USA, China, Deutschland, Ägypten, die Türkei und die Vereinigten Arabischen Emirate. Es ist bereits das sechste Treffen dieser Art.
Sexuelle Gewalt, Massaker, Entführungen
Seit April 2023 ist im Sudan ein Machtkampf zwischen der Regierung und der paramilitärischen Miliz Rapid Support Forces (RSF) entbrannt. Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks sind seit Ausbruch der Kämpfe rund 14 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen worden. Es gebe Berichte von sexueller Gewalt, Massakern und Entführungen.
Zudem werde es für Helfer immer schwieriger, bedürftige Menschen zu erreichen. Während viel Geld für Waffen ausgegeben wird, hungern die Menschen und haben keine ausreichende medizinische Versorgung. Die Vereinten Nationen sprechen von einer der schwersten humanitären Krisen weltweit.
Drohnenangriff mit mehr als 150 Toten
Am Montag traf eine Drohne einen Markt in der Grenzregion Abjei. Nach Angaben von örtlichen Behördenvertretern kamen dabei mindestens 153 Menschen ums Leben. Auch ein nahe gelegenes Treibstofflager wurde bei dem Angriff getroffen und ein Feuer brach aus. Viele Menschen seien durch die Attacke aus dem Ort vertrieben worden.
Die Behörden machten die sudanesische Armee für den Beschuss verantwortlich. Das sudanesische Militär äußerte sich nicht.
