Stand: 14.10.2026 • 22:01 Uhr
Gute Nachrichten für gesetzlich Versicherte: Der GKV-Schätzerkreis hat über den Zusatzbeitrag für das kommende Jahr beraten - mit dem Ergebnis, dass dieser stabil bleiben kann. Der Gesundheitsminister wertet die Entwicklung positiv.
Der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen bleibt im kommenden Jahr voraussichtlich stabil. Das teilte Gesundheitsminister Carsten Linnemann (CDU) auf Grundlage der Finanzprognose des GKV-Schätzerkreises mit. Linnemann bezeichnete die Entwicklung als "gutes Zeichen" nach wiederholten Beitragserhöhungen.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen werden demnach 2027 wesentlich geringer ansteigen als noch im laufenden Jahr. Linnemann führt das vor allem auf das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz zurück. Es entlastet die Krankenkassen im kommenden Jahr um bis zu 15 Milliarden Euro auf der Ausgabenseite.
Finanzlage bleibt dennoch angespannt
Der Gesundheitsminister betonte zugleich, die Finanzlage der Krankenkassen bleibe trotz Reform angespannt. "Wir müssen die strukturellen Probleme der gesetzlichen Krankenversicherung lösen und ihre Finanzierung dauerhaft auf eine solide Grundlage stellen."
Der Vizechef des AOK-Bundesverbands, Jens Martin Hoyer, sprach ebenfalls von einer "guten Nachricht". Allerdings sei die Beitragsstabilisierung nicht mit einem Gesetz getan, sie bleibe eine "Daueraufgabe".
Der Schätzerkreis hatte am Dienstag und Mittwoch beraten. Ihm gehören Fachleute des Gesundheitsministeriums, des Bundesamtes für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbandes an. Der tatsächlich erhobene Zusatzbeitragssatz obliegt aber der jeweiligen Krankenkasse.
