Nach Gespräch mit Trump Russland lässt inhaftierten US-Bürger Hubbard frei
Stand: 21.10.2026 • 12:25 Uhr
Russland hat den US-Bürger Stephen Hubbard freigelassen. Das bestätigten Präsident Putin und US-Unterhändler Witkoff. Hubbard war 2024 in Moskau wegen angeblichem "Söldnertum" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.
Der in Russland inhaftierte US-Bürger Stephen Hubbard ist frei. Dies teilte der russische Präsident Wladimir Putin während eines Besuch des US-Gesandten Steve Witkoff in St. Petersburg mit, wie russische Nachrichtenagenturen übereinstimmend meldeten.
Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg, sagte Putin der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Witkoff bestätigte die Angaben und dankte Putin für die Freilassung.
Der US-Gesandte hält sich in St. Petersburg auf, um mit Putin über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine zu beraten. Am Dienstag hatte Witkoff in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gesprochen.
Trump sprach mit Putin über Freilassung
US-Präsident Donald Trump hatte Putin kürzlich noch um die Freilassung von Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete da schon an, es könne sich in Kürze etwas bewegen.
Hubbard, ein Lehrer im Ruhestand, war nach Angaben der russischen Staatsanwaltschaft 2022 gefangen genommen worden. Im Oktober 2024 wurde er in Moskau wegen angeblichem "Söldnertum" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt. Seine Familie und sein US-Anwalt bestreiten die Vorwürfe. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.
Zur Zeit seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt. Ein früherer ukrainischer Mitgefangener berichtete laut der Nachrichtenagentur AFP im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden.
Deutscher wegen "Söldnertums" verhaftet
Unterdessen meldete der russische Inlandsgeheimdienst FSB die Festnahme eines deutschen Staatsangehörigen, der aus den ukrainischen Streitkräften geflüchtet sein soll. Er sei als ausländischer Söldner und Scharfschütze desertiert, nachdem er das versprochene Geld nicht erhalten habe, teilte der FSB der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Es werde über die Einleitung eines Strafverfahrens wegen "Söldnertums" entschieden, hieß es. Der Mann soll laut dem Bericht von 1996 bis 2010 in der Bundeswehr gedient haben.
Die russischen Geheimdienstangaben sind von unabhängiger Seite nicht überprüfbar. Wo der Verdächtige festgenommen wurde, teilte der FSB nicht mit.
