Die TSG Hoffenheim setzt den jüngsten Aufwärtstrend fort, klettert in der Bundesligatabelle weiter nach oben auf Platz zehn und macht den miserablen Saisonstart mit vier Pleiten am Stück so langsam vergessen. Gegen Bayer 04 Leverkusen gewann das Team von Trainer Christian Ilzer nach späten Treffern mit 3:0 (0:0).
Für die Werkself, die gegen Spielende auseinander brach, bedeutete das Ergebnis nach drei Siegen in Folge einen Rückschlag im Kampf um die vorderen Tabellenplätze. Das Team von Trainer Carles Martinez verharrt damit auf dem vierten Tabellenplatz. Die Treffer für die Hoffenheimer erzielten Andrej Kramarić (79.), Alexander Prass (89.) und Max Moerstadt (90.+6).
Kurios: Prass zog beim Torjubel das Trikot aus, kassierte dafür die zweite gelbe Karte und musste mit Gelb-Rot den Platz (90.+1) verlassen.
Torchancen aber keine Treffer
Die Partie begann rasant, weil die Spielanlagen beider Teams offensiv ausgelegt waren. Hoffenheim-Angreifer Adam Hlozek (2.) setzte einen Kopfball über die Leverkusener Querlatte. Auf der anderen Seite hatte Nathan Tella (7.) eine Schusschance aus 15 Metern, verzog aber knapp neben das Hoffenheimer Tor.
Es entwickelte sich eine offene Partie, in dem sich die Offensivreihen beider Teams immer wieder gefährlich dem gegnerischen Gehäuse annäherten. Keiner der beiden Mannschaften sollte es in der ersten Hälfte aber schaffen, eine der vielversprechenden Möglichkeiten in einen Treffer zu verwandeln.
Hlozek trifft Aluminium
Nur einmal wurde es ganz eng: Hlozek traf nach 37 Minuten nur aus acht Metern von halbrechts nur den Außenpfosten. Es fehlte aber nicht nur in dieser Szene an der nötigen Genauigkeit im Passspiel und im Abschluss.
Die Hoffenheimer versuchten auch zu Beginn der zweiten Hälfte das Tempo hoch zu halten und die Führung zu erzielen. Doch das Martinez-Team bot wenig Räume an, richtig gefährlich wurde es für die Werkself zunächst nicht.
Leverkusen drehte nach 55 Minuten etwas mehr auf, aber auch die Werkself schaffte es nicht, sich eine nennenswerte Torchance herauszuspielen. Die umkämpfte Partie plätscherte so vor sich hin, bis Bayer-Kapitän Edmond Tapsoba Angreifer Fisnik Asllani im Strafraum am Fuß traf. Schiedsrichter Daniel Siebert schaute sich die Bilder nochmal an und entschied auf Strafstoß.
Kramaric erzielt die Führung
Der eingewechselte Kramaric verwandelte sicher zum 1:0 und erzielte damit zeitgleich das 1000. Tor der Hoffenheimer in der Bundesliga. Im Anschluss versuchten die Leverkusener den Ausgleich zu erzielen - und rannten in einen Konter. Prass rannte alleine auf das Tor von Mark Flekken zu und verwandelte eiskalt zum 2:0. Danach sah er nach seinem Gefühlsausbruch Gelb-Rot.
Und es kam noch schlimmer. Kramaric setzte den Ball nach einem weiteren Konter an die Leverkusener Querlatte, den Abpraller verwandelte Moerstedt aus fünf Metern zum 3:0.
Hoffenheim in Bremen, Leverkusen gegen Stuttgart
Hoffenheim ist am Samstagnachmittag bei Werder Bremen zu Gast (15.30 Uhr). Leverkusen empfängt am Samstagnachmittag den VfB Stuttgart (15.30 Uhr).
