Am zweiten Spieltag der Champions-League-Ligaphase holte Leipzig damit den ersten Sieg - und durfte sich dafür auch bei Torwart Maarten Vandevoordt bedanken. Der Belgier hielt unter anderem einen Elfmeter von Ivan Perisic (19. Spielminute). Auch Leipzig scheiterte mehrfach an PSV-Torwart Matej Kovar, ehe Gruda zum erlösenden Siegtor traf (75).
RB zeigte sich im Vergleich zum schwachen Königsklassen-Auftaktspiel in Como (1:4) deutlich verbessert und gewann aufgrund des starken zweiten Durchgangs verdient. "Wir sind in der zweiten Halbzeit richtig gut reingekommen", sagte Matchwinner Gruda bei "DAZN". "Am Ende belohnen wir uns und nehmen die drei Punkte mit."
Leipzig beginnt stark, dann kommt PSV
Die Gastgeber hatten sich allerdings schon mit Spielbeginn gewillt gezeigt, den Schwung aus dem 6:0-Heimsieg gegen Eintracht Frankfurt in der Bundesliga mitzunehmen. RB trat dominant auf und hatte schon in der 4. Spielminute die erste Großchance, als Ridle Baku aus dem Gewühl abschloss und Kovar zu einer starken Parade zwang.
Eindhoven brauchte etwas, um ins Spiel zu finden, zeigte dann aber seine Qualität. PSV, zuletzt dreimal niederländischer Meister in Serie, ließ Leipzig mit hohem Pressing kaum Zeit am Ball und spielte sich immer wieder gefährliche Situationen heraus.
Ex-Münchner Perisic verschießt Elfmeter
Die größte Chance der Gäste bot sich Perisic vom Elfmeterpunkt, nachdem Baku unglücklich mit dem Arm an den Ball gekommen war und so den Strafstoß verursacht hatte. "Ich war total schockiert, mein Gegenspieler auch", sagte Baku nach der Partie zum zweifelhaften Elfmeterpfiff. "Wir wussten gar nicht, was abgeht."
Doch Vandevoordt rettete Baku mit seiner Elfmeterparade. Routinier Perisic (37 Jahre), früher für Wolfsburg und Bayern München aktiv, zielte vom Punkt in die Tormitte. Der belgische Nationaltorhüter war zwar bereits ins Eck unterwegs, konnte mit seinem ausgefahrenen Bein aber klären.
Maarten Vandevoordt fährt seinen Fuß aus und pariert
Eindhoven blieb nach dem Fehlschuss aktiv, die Offensive um den auffälligen niederländischen Nationalspieler Ruben van Bommel kam aber zu keinen weiteren glasklaren Torchancen. Stattdessen knüpfte RB an die starke Anfangsphase an und setzte über Gruda (39.) und Neil El Aynaoui (45.+2) die letzten Akzente vor der Pause.
Schwungvoller Start in den zweiten Durchgang
Gute Chancen, keine Tore - es war ein Muster, das sich zunächst nach dem Seitenwechsel fortsetzte. Wieder waren es erst die Leipziger, die vorne auftauchten: Nach schönem Zusammenspiel zwischen Antonio Nusa und Romulo schloss Nusa im Strafraum scharf ab, wieder war der Ex-Leverkusener Kovar zur Stelle (48.). Auf der Gegenseite bekam Sven Mijnans am Elfmeterpunkt viel Platz, setzte seine Direktabnahme aber rechts neben das Tor (51.).
Heißes Duell: Ruben van Bommel verlangt Ridle Baku alles ab
Anders als im ersten Durchgang gelang es den Leipzigern in den zweiten 45 Minuten, die Partie zu kontrollieren und dem Führungstreffer näherzukommen. Doch zunächst schien es ein Spiel der Torhüter zu bleiben: Bei einer Doppelchance nach RB-Ecke rettete Kovar erst gegen Gruda, dann mit einem tollen Reflex den nachsetzenden Willi Orban (61.).
Gruda bricht den Bann für Leipzig
Weil Leipzig aber dranblieb, verdiente sich die Elf von Trainer Martin Demichelis den späten Führungstreffer. Nach einer weiteren Ecke klärte PSV nur unzureichend, was Rechtsaußen Gruda ins Spiel brachte. Der 22-Jährige, der erstmals in der Königsklasse in der Startelf stand, nahm sauber an und traf mit seinem abgefälschten Schlenzer ins linke Eck.
In der Schlussphase kam Eindhoven noch einmal auf, brachte etliche Hereingaben in den Strafraum der Gastgeber. Doch Leipzigs Defensive hielt dem Ansturm stand und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit.
Hammer-Programm steht an: Bayern und Real
Die nächsten Aufgaben haben es für Leipzig in sich. In der Bundesliga reist man zum Topspiel am Samstagabend (18.30 Uhr) zum FC Bayern, vier Tage später muss RB bei Real Madrid in der Champions League ran (Mittwoch, 21 Uhr).
